Architektur Ausstellungen Deutschland

Thomas Schütte Pavillon

Map 2019
Bauhaus Netzwerk Krefeld

2.1.2017–26.10.2019
Ludwig Mies van der Rohe, Haus Lange 1927-1930, Ostseite, Zustand 2010 © Christian Daem

Forschung, Dokumentarfilme und -ausstellung, Vorträge und ein digitaler Architekturguide zur 40-jährigen Verbindung des Bauhauses und von Bauhäuslern zur Samt- und Seidenindustrie. (Ludwig Mies van der Rohe, Lilly Reich, Laszlo Moholy Nagy, Johannes Itten, Georg Muche u.v.A..) Oskar Schlemmer, Maler und früherer Bauhaus-Meister, staunte nicht schlecht, als er während des Zweiten Weltkriegs Krefeld besuchte und nicht nur seinen früheren Kollegen Georg Muche antraf, sondern auch mehrere seiner ehemaligen Schüler. Sie lehrten an der örtlichen Schule für Textildesign, waren als Architekten bei Stadt und Industrie tätig oder entwarfen Dessins für eine der vielen Textilfabriken der Stadt. Insgesamt waren es rund 25 „Bauhäusler“, die in Krefeld als Designer und Architekten seit 1927 eine Anstellung gefunden oder Aufträge erhalten hatten. Und das, obwohl das Bauhaus, die legendäre Kunstschule und Keimzelle der Avantgarde, den Nationalsozialisten schon vor 1933 als „bolschewistisch“, „jüdisch“ und „undeutsch“ verhasst war. Zum Bauhaus-Jubiläum 2019 wird dieses Kapitel rheinische Kultur- und Industriegeschichte von Projekt MIK e.V. in Kooperation mit dem Land NRW und der Stadt Krefeld erstmals erlebbar und erfahrbar gemacht:

Sehen und hören: Ausstellung im Pavillon von Thomas Schütte

In einem eigens für das Jubiläum BAUHAUS 100 errichteten ungewöhnlichen Ausstellungsort, einer begehbaren Skulptur des renommierten Künstler Thomas Schütte, erzählen Filme, Zeitdokumente und Führungen den Besuchern und Besucherinnen von der Geschichte des Bauhauses und über 25 Bauhäuslern die in Krefeld lebten, lerten und arbeiteten.

Suchen und entdecken: Spuren der Geschichte des Bauhauses in Krefeld

Ein digitaler Architekturguide - Spaziergänge und Rundfahrten durch die Stadt führen die Besucher und Besucherinnen zu den raren Bauten des letzten Bauhaus-Direktors Ludwig Mies van der Rohe und den Bauhaus-Schülern Erich Holthoff und Hans Volger,  zu den Architekturen von Egon Eiermann und Bernhard Pfau, zu den vergessenen Stätten der Textilindustrie. Mit Hilfe sachkundiger Guides oder einem digitalen Architekturführer auf dem eigenen Handy folgen die Besucher und Besucherinnen den Spuren der Bauhaus-Angehörigen, den Studienfreunden die sich hier wiedertrafen. Sie lernen die Unternehmer und städtischen Vertreter kennen, die ihnen den Weg bereiteten.