Architektur Ausstellungen Deutschland

Raketenstation Hombroich

© Tomas Riehle / Arturimages

Die Raketenstation Hombroich wurde zu Zeiten des Kalten Krieges als Teil des Nato-Luftverteidigungsgürtels durch ein belgisches Raketengeschwader betrieben.

1994 kaufte Karl-Heinrich Müller, Kunstsammler, Mäzen und Gründer von Museum Insel Hombroich die Raketenstation. Er legte den Grundstein für die kulturelle Entwicklung des ehemaligen Nato-Geländes zu einem Ort der Kunst Wissenschaft und Natur. Die Kultur in NRW erhielt hier ein interdisziplinäres Experimentierfeld.

Die Hallen, Hangars, Erdwälle und der Beobachtungsturm auf der rund 11 ha großen Fläche der Raketenstation Hombroich wurden renoviert und umgestaltet. Für die Bebauung des Geländes konnte Karl-Heinrich Müller neben dem Bildhauer Erwin Heerich weitere international renommierte Künstler und Architekten gewinnen, die sich mit ihren Bauten in einem Grenzbereich von Architektur und Skulptur bewegen: Raimund Abraham, Tadao Ando,, Erwin Heerich, Dietmar Hofmann,  Rudolf Finsterwalder, Oliver Kruse, Katsuhito Nishikawa und Alvaro Siza.

1997 brachte Karl-Heinrich Müller das Museum Insel Hombroich, das Kirkeby-Feld und die Raketenstation in die Stiftung Insel Hombroich ein. Auf der Raketenstation leben und arbeiten heute bildende Künstler, Literaten, Komponisten und Wissenschaftler aus verschiedenen Nationen und Kulturkreisen.