Architektur Ausstellungen Deutschland

Liebfrauenkirche Duisburg

Liebfrauenkirche © Photo: Christian Huhn

Die katholische Liebfrauenkirche im Zentrum von Duisburg ist eine der bedeutendsten Nachkriegskirchen an Rhein und Ruhr und ein vorbildliches Beispiel für bürgerschaftliches Engagement bei der Neuorientierung profanierter Kirchen.

Ihr Vorgängerbau, der sich neben der Salvatorkirche in der Nähe des Innenhafens befand, war 1942 zerstört worden. Der Neubau wurde 1958–1961 realisiert.
Architekt Toni Hermanns, von dem auch die Kirche St. Barbara im Stadtteil Rheinhausen stammt, entwarf einen zweigeschossigen, kubischen Baukörper aus Stahlbeton mit Flachdach. Die Fassaden sind mit unregelmäßig angeordneten Natursteinplatten verkleidet. An der Seite zum König-Heinrich-Platz liegt ein quaderförmiger Eingangsturm, der die gesamte Breite des Kirchenschiffs einnimmt und dieses in der Höhe leicht überragt. Über dem Hauptportal befindet sich ein Sandsteinrelief des Bildhauers Karl Heinz Türk. Es zeigt die biblische Szene von Moses mit dem brennenden Dornbusch.