Architektur Ausstellungen Deutschland

Haus der Architektur Köln

ParallelUNIversum
Köln und seine Universität seit 1919

7.5.–10.11.2019
© Haus der Architektur Köln

Im Jahr 2019 feiert die neue Universität zu Köln ihr 100-jähriges Gründungsjubiläum. Diesem Anlass widmet das Historische Archiv der Stadt Köln seine diesjährige Ausstellung mit dem Titel „ParallelUNIversum?! Köln und seine Universität seit 1919“. Die Ausstellung wird am Heumarkt gezeigt.

Nach der Schließung der bereits im Mittelalter gegründeten „alten“ Universität im 18. Jahrhundert durch Napoleon, verlor Köln zunächst seinen Status als Universitätsstadt und wichtiges Bildungszentrum Europas. Ein Umstand der die Kölnerinnen und Kölner sehr betroffen machte und sich bis nach dem Ersten Weltkrieg auch nicht änderte. 1919 genehmigte das preußische Staatsministerium den Plan der Stadt Köln, ihre wissenschaftlichen Einrichtungen zu einer Universität auszubauen und am 29. Mai 1919 unterzeichnete Oberbürgermeister Konrad Adenauer den Staatsvertrag mit Preußen über die Neugründung der Universität.

Besonders an der „neuen“ Universität ist, dass sie auf die Initiative der Bürgerinnen und Bürger zurückgeht und als städtische Gründung bis in die 50er Jahre hinein durch den Oberbürgermeister und die Stadt verwaltet wurde. Erst im Jahr 1954 übergab Köln die Universität in die Trägerschaft des Landes NRW. Heute prägt die Universität mit ihren über 50.000 Studierenden zwangsläufig das Stadtbild und das gesellschaftliche Miteinander in Köln. In welcher Beziehung stehen also Stadt und Universität beziehungsweise Einwohner und Studierende?

Vor dem Hintergrund dieser Frage möchte die Ausstellung besonders das Verhältnis von Stadt und Universität in den Blick nehmen und neben der Darstellung der historischen Entwicklung, zusätzliche ausgewählte Schwerpunkte der gemeinsamen Stadt- und Universitätsgeschichte thematisieren. So werden unter anderem die ersten Studentinnen in Köln, die Protestbewegungen der 1968er Jahre und die Bedeutung der medizinischen Fakultät, eigene Themenblöcke im Ausstellungskonzept einnehmen.

Wie gewohnt wird auch diese Ausstellung durch ein umfangreiches Vortrags- und Führungsprogramm begleitet.