Architektur Ausstellungen Deutschland
Stalker. Naked Archive Lottery © GTA ETH

Das Stalker Nomadic Archive dokumentiert die Aktionen und Aktionsorte des Kollektivs Stalker / Osservatorio Nomade. Seit der Gründung 1995 in Rom basiert die Arbeit dieser Gruppe von ArchitektInnen, KünstlerInnen und AktivistInnen auf Analysen und Interventionen vor Ort. Zentrales Thema ist das vermeintlich Marginale: die urbanen Prozesse in den Randzonen der Städte.

Mit dem Archiv möchte Stalker zu neuen Aktionen anregen und den Beziehungen zu deren Orten nachgehen – die Erinnerung an Erfahrungen und die Erfahrung dieser Erinnerungen sollen miteinander verwoben werden. Das «nomadische» Archiv präsentiert die Forschungsreisen des Kollektivs durch unbestimmte Gegenden im Umbruch zwischen europäischer und mediterraner Kultur, zwischen Kunst und Stadt, zwischen Formation und Transformation. Es gründet sich auf gemeinschaftlichem Arbeiten, wie es seit Jahren von KünstlernInnen, ForschernInnen und BewohnernInnen an den erkundeten Orten praktiziert wird.

Deshalb lädt Stalker die Studierenden der ETH Zürich ein, Erinnerungen, Zeugnisse, Dokumente oder Materialien über diese Aktionen zu sammeln und am Aufbau des Archivs mitzuwirken. Willkommen sind aber auch all diejenigen, die mit diesen Aktionen keine Erinnerungen verbinden, jedoch die «Erinnerungen» des Archivs als neue Erfahrung nutzen möchten. Bereits 2012 war Stalker zusammen mit der Professur von Philip Ursprung in Neapel und realisierte 2014 mit gta Ausstellungen «The Walk», eine Ausstellung als Spaziergang im Untergrund des Campus der ETH Zürich, Hönggerberg.

Das Nomadic Archive ist ein von Stalker im Rahmen des Studio Roma Programms zusammen mit dem Istituto Svizzero di Roma initiiertes und von diesem unterstütztes Projekt. Es war 2016 bei Microclima / Serra dei Giardini auf der Biennale Urbana in Venedig zu sehen und ist nun Teil des Seminars «live» von Berit Seidel und Tim Klauser an der Professur Ursprung.