Architektur Ausstellungen Deutschland

GTA ETH - Institut für Geschichte und Theorie der Architektur Zürich

Retail Apocalypse

26.2.–15.5.2020
Eröffnung: 25. Februar, 18.00 Uhr
© ETH Zürich, Departement Architektur, Institut gta

In der Ausstellung wird die Frage reflektiert, wie der Wert der architektonischen Oberfläche oder Sprache bestimmt wird. Die architektonische Form ist Teil einer wirtschaftlichen Realität und schafft einen Mehrwert. Der künstlerische Ausdruck – im Wesentlichen die Oberfläche – ist daher keineswegs kommerziell unschuldig, wie die Umsetzungen im Einzelhandel zeigen. Die Architektur erweist sich als ein Motor der Verführung, der den Konsum und die Logik des Kapitals antreiben soll. Einige Schriftsteller und Autorinnen, die sich mit dem Verhältnis von Architektur und Wert auseinandergesetzt haben, bilden in der Ausstellung einen literarischen Gegenpol: J. G. Ballards Roman Kingdom Come über Gewalt und Konsum orientierten Materialismus, Natasha Staggs Buch Surveys, in dem die Protagonistin ihren Job im Einkaufszentrum aufgibt, um eine digitale Influencerin zu werden, oder Janina Gosseyes und Tom Avermaetes Studie, die den Einfluss der Shopping Mall auf die Hoch- und Popkultur untersucht.