Architektur Ausstellungen Deutschland

Ephraim-Palais Berlin

Ost-Berlin
Die halbe Hauptstadt

11.5.–9.11.2019
Jürgen Nagel (*1942) Am Fernsehturm Berlin, 1.Mai 1974 (Foto: © Jürgen Nagel)

Vor 30 Jahren fiel die innerdeutsche Mauer. In einer gemeinsamen Ausstellung widmen sich das Stadtmuseum Berlin und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam der Geschichte der „Hauptstadt der DDR“ – von den 1960er-Jahren bis zum Mauerfall 1989.

Das soziale und kulturelle Leben der einstigen DDR-Metropole steht im Mittelpunkt der Ausstellung – ohne die Geschichte zu verklären, betonen die Veranstalter. Das städtische Leben von damals soll zu spüren sein, und Besucher*innen sollen die Spuren der damaligen Zeit anschließend auch im heutigen Berlin wiederentdecken können.

Die Ausstellung ist eine Sammlung teilweise erstmals gezeigter Originalobjekte, Fotografien und Filmen. Die gezeigten Aufnahmen von Fotograf*innen wie Dieter Breitenborn, Rolf Disselberger, Harald Hauswald und Helga Paris geben uns noch heute Einblick in einen verschwundenen Alltag. Zwischen den Bildern der offiziellen Bildlieferanten Deutsche Werbe-und Anzeigengesellschaft (DEWAG) und des Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienst (ADN) und denen der freien Fotografen werden unterschiedliche fotografische Positionen zur Gesellschaft deutlich. Die Texte im Begleitband zur Ausstellung erkunden die Arbeitswelt ebenso wie das Wohnen, die Orte städtischen Vergnügens oder subkulturelle Szenen.

Ein vielfältiges Begleitprogramm mit zahlreichen Gästen und Personen der Zeitgeschichte stellt einzelne Geschichten in den Mittelpunkt. Neben Führungen in der Ausstellung gibt es u.a. Lesungen, eine Filmreihe im Kino Babylon, Diskussionen und eine große Revue an der Volksbühne Berlin. Und im Rahmen zahlreicher Führungen kann man sich über den Sommer hinweg auf Erkundungsreise durch die Hauptstadt begeben.