Architektur Ausstellungen Deutschland

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Baukunstarchiv NRW Dortmund

Harald Deilmann
Lebendige Architektur

22.1.–11.4.2021
Ostwall 7, 44135 Dortmund  »Google Maps
Öffnungszeiten: 
Di–So 14–17 Uhr Do 14–20 Uhr
WestLB in Münster (1967-1975). Foto: Stefan Rethfeld

Harald Deilmann (1920-2008) prägte mit seinen Bauwerken in nahezu allen Baugattungen die Architekturentwicklung in der jungen Bundesrepublik. Besonders gilt dies für die 1960er und 1970er Jahre. Sein Wirken als Architekt und Stadtplaner, aber auch Hochschullehrer in Stuttgart und Dortmund, als Mitbegründer des „Dortmunder Modells “´(Im Dortmunder Modell Bauwesen werden Architektinnen und Architekten sowie Ingenieurinnen und Ingenieure gemeinsam ausgebildet), als Preisrichter, Berater und Kunstförderer war vielfältig. Schon früh wurde die Gestalt seiner Bauten als „lebendige Architektur“ gewürdigt.

Die Ausstellung ist ein Partnerprojekt vom Museum der Baukultur Nordrhein-Westfalen, dem Baukunstarchiv NRW und der TU Dortmund. Sie ist vom 22. Januar bis zum 11. April 2021 im Baukunstarchiv in Dortmund zu sehen. Das Museum der Baukultur setzt mit der Werkschau „Harald Deilmann - Lebendige Architektur“die vom M:AI begründete Ausstellungsreihe zu bedeutenden Architekten der Nachkriegszeit fort.

Lebendige Architektur
Die Grundlage für die Ausstellung bildet der umfangreiche Nachlass von Harald Deilmann im Baukunstarchiv NRW. Er umfasst rund 1.700 Projekte aus der Zeit zwischen 1955 bis 2005.

Die Ausstellung allerdings legt den Schwerpunkt auf die für die architektonische Haltung Deilmanns prägenden Jahre von 1955 bis zum Beginn der 1980er. Sein Entwurfsansatz basierte stets auf der Prämisse, dass die Typologie des Bauwerks die allgemeingültige Grundlage ist, auf der sich dann der schöpferische Entwurf entfaltet:

„Das Wesentliche und Typische bestimmen den objektivierbaren, allgemeinen Anteil des Gebäudes, der zum Geformten, zur Gestalt führt. Das Einmalige, Situationsbedingte und auf die Bauherren- und Architektenpersönlichkeit bezogene Subjektive bestimmen den besonderen Ausdruck des Gebäudes.“

Ausstellung gliedert sich nach Bauaufgaben
Folglich gliedert sich die Ausstellung inhaltlich wie szenografisch nach den Bauaufgaben: STADT – WOHNEN – BILDUNG – GESUNDHEIT – KULTUR– UNTERNEHMEN – GEMEINWESEN – INNENRAUM. An jeweils prägnanten Beispielen wird das für Deilmann prägende Verständnis einer „lebendigen Architektur“ mit seinem besonderen Blick auf ORT, TOPOGRAFIE, RAUM, FUNKTION, KONSTRUKTION, MATERIAL, LICHT und KUNST erläutert. Pläne, Skizzen, Modelle, Collagen und Fotografien aus dem Nachlass veranschaulichen die ausgewählten Projekte. Die Person Harald Deilmann findet in der Ausstellung eine ausführliche Würdigung anhand von persönlichen Dokumenten und Gegenständen.

Auch die aktuelle Frage des Umgangs thematisiert die Ausstellung mit der in die Jahre gekommenen Nachkriegsarchitektur, die bis heute in entscheidendem Maße unsere gebaute Umwelt prägt. Einzelne Gebäude Harald Deilmanns stehen unter Denkmalschutz, andere wurden bereits umgebaut, erweitert oder saniert, in jüngster Zeit sind einige auch abgerissen worden.