Architektur Ausstellungen Deutschland

Architekturmuseum TU Berlin

Translations

27.11.2015–9.1.2016
© Florian Beigel

Die TU Berlin zeigt vom 27.11.15 – 9.1.2016 die Ausstellung Translations mit Arbeiten von Florian Beigel, Philip Christou und Architecture Research Unit (ARU), London.

Florian Beigel gehört zu den einflussreichsten Hochschullehrern und hat in seiner Laufbahn eine ganze Generation von Architekten beeinflusst. Geboren 1941 in Konstanz, schloss 1968 sein Architekturstudium an der Universität Stuttgart ab, bevor er 1969 seinen Master an der University College in London machte. Im Stuttgarter Umfeld konnte er mit so bekannten Namen wie Rolf Gutbrod, Juergen Joedicke und Gunter Behnisch zusammenarbeiten. Seit den 1970er-Jahren lebt und arbeitet Beigel als freier Architekt und Hochschullehrer in London. 1980 gründete er die „Architectural Research Unit“ (ARU) an der (heutigen) London Metropolitan University.

Die ARU verbindet Praxis und Lehre und begreift dabei Entwurf als Forschung. Dadurch gelang es Beigel in Zusammenarbeit mit Philip Christou, innerhalb des Hochschulbetriebs außergewöhnliche Bauvorhaben zu realisieren, darunter das Renovierungsprojekt „Bishopsfield Housing“, den Masterplan für die „Paju Book City“ und das „Youl Hwa Dang Publishing House“.

Philip Christou, geb. 1956 in Alberta, Canada, studierte Kunst an der University of Lethbridge und The Nova Scotia College of Art and Design sowie Architektur an die Architectural Association in London. Seit 1985 arbeitet er mit Florian Beigel in der Architecture Research Unit.

Zur Ausstellung, die vorher am Schweizerischen Architekturmuseum in Basel zu sehen war, schreibt das SAM:

„Jedes Projekt ist von einem Referenzobjekt begleitet – einem Gemälde, einer Fotografie oder einer Skulptur, welche die Entwicklung architektonischer Ideen entscheidend beeinflusst haben. Diese Entwurfsreferenzen stellen in gewisser Hinsicht eine Grundlage für die architektonischen Entwürfe dar. […] In ihrem architektonischen Schaffen ist ARU daran interessiert herauszufinden, wie die Kontinuität des kulturellen Wissens und der Erfahrungen in zeitgenössische Architekturprojekte eingehen kann. Während des Entwurfsprozesses benutzen sie den vorhandenen Wissensfundus über die räumlichen Konzepte. Es geht darum, wesentliche räumliche und tektonische Beziehungen des gegebenen Vorbilds zu begreifen und nicht in ein Bild oder einen Stil, sondern in ein räumliches Konzept zu übersetzten.“

Anlässlich der Ausstellungseröffnung halten Florian Beigel und Philip Christou im Rahmen der Reihe Positionen am 26.11., um 19 Uhr eine Vorlesung an der TU Berlin.