Architektur Ausstellungen Deutschland

Architektur Galerie Berlin

OVO Grąbczewscy
Playing Architecture

13.3.–25.4.2020
Nächste Ausstellung:
Museum of Science, OVO Grąbczewscy

Architektur ist eine ernsthafte Angelegenheit – das gilt selbstverständlich auch für OVO Grąbczewscy. Funktionale, konstruktive, rechtliche und finanzielle Anforderungen sowie die Erwartungshaltung des Bauherrn bedingen, dass Architektur die „unfreieste“ aller Künste ist – Tendenz steigend. Um sich dennoch die für ihren Beruf notwendigen schöpferischen Freiräume zu erhalten, haben die Architekten die These der „Playing Architecture“ entwickelt. Sie ermöglicht ihnen – trotz strikter Bedingungen – Visionen, Freiheit, Spaß, Forschung, Humor und werden den jeweiligen Bauaufgaben entsprechend angewendet.

Das Museum of Fire (Żory, 2015) zum Beispiel sollte ursprünglich lediglich ein Infopavillon werden, bis die Architekten die Geschichte der Stadt (Żory, dt. Feuer) beim Wort genommen haben. Beim Wettbewerb für das Małopolska Science Center in Krakau (2018, 3. Preis) wiederum wurden 6 eigentlich nicht miteinander vereinbare Konzepte überlagert. Beim Verwaltungszentrum in Wielka Wieś (2016) schließlich wurde eigentlich gar nicht entworfen, sondern schlicht die Merkmale der umgebenden Bebauung kopiert – Maßstab, Form und Material.

Diese spielerische Haltung spiegelt sich auch im Ausstellungskonzept wider. Die Fotos der 6 vorgestellten Projekte sind auf freistehende Wände appliziert, die wiederum aus 40 x 40 cm großen Kuben bestehen. Jede Seite der Kuben zeigt ein anderes Motiv, so dass der Besucher wie bei einem Puzzle oder Baukastensystem die zusammengehörenden Teile finden und daraus (s)ein Bild zusammenfügen kann.

OVO Grąbczewscy wurde 2002 von Barbara und Oskar Grabczewscy in Katowice geründet. Seit dem haben sie zahlreiche Projekte realisiert und Preise gewonnen.