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Roland Fuhrmann
Dresdens Tor zum Himmel - Die erste aerodynamisch geformte Luftschiffhalle...

12.7.–3.8.2019
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Luftschiffhalle Dresden, Baustelle Westtor, 1913 © Archiv Roland Fuhrmann

Das größte stützenfrei umbaute Raumvolumen der Stadt Dresden ist aus dem Baugeschichtsbewusstsein verschwunden – zu Unrecht. Roland Fuhrmanns Buch rekonstruiert minutiös und packend erzählt die spannungsreiche Baugeschichte der städtischen Dresdner Luftschiffhalle von 1913, illustriert mit bisher unveröffentlichtem Bildmaterial. Ausgehend von diesem Pionierbau entfaltet sich ein Panorama des Luftschiffhallenbaus im 20. Jahrhundert, begleitet vom wachsenden Erkenntnisstand der Aerodynamik. Dabei interagiert der Dresdner „Kokon für Luftschiffe“ mit der Zeppelin-Luftschifffahrt sowie mit der Kultur- und Architekturgeschichte an der Schwelle zur Moderne und Streamline-Moderne. Erst nach seinem erzwungenen Abbruch 1921 und dem Wissenstransfer seiner Konstruktion in die USA mit bis heute bestehenden Adaptionen in Ohio, Kalifornien und North Carolina wurde der stromlinienförmige Luftschiffhallentyp als solcher erkannt und Standard im Großluftschiffhallenbau.

Roland Fuhrmann lebt und arbeitet als bildender Künstler in Berlin und hat zahlreiche Kunst-am-Bau-Arbeiten realisiert. Neben seiner künstlerischen Arbeit erforschte er ab 2012 im Rahmen einer Dissertation die Baugeschichte der Luftschiffhalle in Dresden, die von 1913 bis 1921 bestand. 2018 wurde er mit diesem Thema an der TU Dresden zum Dr.-Ing. promoviert. Diese Ausstellung thematisiert Fuhrmanns Recherche zur bauplastischen Form der Luftschiffhallen, bei der Kunst und Technik zum Ingenieurkunstwerk verschmelzen.

Roland Fuhrmann
Dresdens Tor zum Himmel – Die erste aerodynamisch geformte Luftschiffhalle und ihr Einfluss auf die Baugeschichte
536 Seiten, 770 Abbildungen, 21 x 29,7 cm
THELEM Universitätsverlag Dresden, 2019
ISBN 978-3-95908-482-6
79,80 Euro