Architektur Ausstellungen Deutschland

Akademie der Künste – Standort Hanseatenweg Berlin

Urbainable – stadthaltig
Positionen zur europäischen Stadt für das 21. Jahrhundert

5.9.–22.11.2020
Berlin, Tempelhofer Feld, Landebahn, 2017, Foto © Erik-Jan Ouwerkerk

Die Ausstellung „urbainable – stadthaltig“ setzt sich mit der Rolle der europäischen Stadt und ihrer Architektur in Zeiten der Klimaerwärmung, der Digitalisierung, des demografischen Wandels und der Auflösung traditioneller sozialer Netzwerke auseinander. Die Wortschöpfung ‚stadthaltig’ im Titel der Ausstellung nimmt Bezug auf ihre Hypothese, dass Sustainability / Nachhaltigkeit und Stadt nicht als Gegensatz gesehen werden sollten, sondern der verantwortungsbewusstere Umgang mit den Funktionsmechanismen der Stadt auch der Schlüssel für eine nachhaltigere Existenz ist.

„urbainable – stadthaltig“ ist eine Gruppenausstellung: Mitglieder der Sektion Baukunst der Akademie der Künste stellen sich anhand von Projekten, Visionen und Initiativen vor und präsentieren ihre Positionen für das 21. Jahrhundert. So gibt die Ausstellung einen Einblick in die europäische Architektur und Stadtplanung zu Beginn der zwanziger Jahre des neuen Jahrhunderts. Neben realisierten und in Planung befindlichen Architekturprojekten, sind Themen der Ausstellung u. a. die Digitalisierung im Entwurfsprozess, Mobilität, Umbau des Neuen und Bewahrung des Alten, Kulturtechniken der Dichte, Umgang mit der Natur sowie technische Innovationen. Die Mitglieder kommen aus den Sparten Architektur, Landschafts- und Stadtplanung sowie der Geschichte und Theorie der Architektur. Eingeleitet wird die Ausstellung durch ein Rechercheprojekt der Leibniz Universität Hannover in Zusammenarbeit mit dem Berliner Fotografen Erik-Jan Ouwerkerk. Hier werden den Ausstellungsbesuchern anhand von Fotografien, Zeichnungen und Texten die Potenziale vermittelt, die unsere Städte für eine nachhaltige Entwicklung bereithalten. Die Publikation zur Ausstellung erscheint bei ArchiTangle.

Die Ausstellung wurde vor der Corona-Krise geplant und konzipiert, bei ihrer Durchführung kann die Erfahrung der Pandemie nicht ausgeklammert werden. Noch ist unklar, was zum Zeitpunkt der Eröffnung an öffentlichem und kulturellem Leben möglich sein wird und was nicht. Und dennoch zeigen sich in der Corona-Krise schon jetzt die enorme Anpassungsfähigkeit und das kreative Potential unserer Städte.