Architektur Ausstellungen Deutschland

Werkbund Galerie Berlin

Taut baut
Und der Werkbund Berlin stellt aus

27.2.–5.5.2017
©Verbandshaus der Deutschen Buchdrucker, Berlin, 1924-1926, Foto: Stefan Müller

Er wird immer wieder vom Ruhm seines großen Bruders Bruno überschattet, aber auch Max Taut ist einer der herausragenden Architekten des Neuen Bauens. Früh wendete das Werkbundsmitglied den Eisenbeton- und Stahlrahmenbau an und rückte ästhetisch Konstruktion und Zweck in den Vordergrund. Mit seinen Gewerkschaftshäusern gelang es Max Taut, der sozialen Bewegung eine architektonische Identität zu verleihen. Und mit seinen Schulbauten gab er der Idee der Reformpädagogik eine bauliche Gestalt. Er ist ein wichtiger Vertreter der Neuen Sachlichkeit.

Zum 50. Todestag des Architekten stellt der Werkbund Berlin gemeinsam mit dem Architekturfotografen Stefan Müller nun zwölf seiner Bauten vor. Mit der geometrischen und exakten Bildsprache Müllers werden diese Gebäude - vom Gewerkschaftshaus in Frankfurt (1929-1931) bis zum Wohnhaus Interbau in Berlin (1956-1958) - wieder im Kontext der Gegenwart gezeigt.

Begleitend zur Ausstellung erscheint im Wagenbach-Verlag die Publikation „Taut baut”. Die Anthologie wirft eine facettenreiche Sicht auf das Werk Max Tauts, die sich aus den Blicken unterschiedlicher Autoren zusammensetzt. Zwölf Personen - darunter Regisseur Wim Wenders und der Berliner Bürgermeister Michael Müller - erzählen von einzelnen Bauten Max Tauts aus einer individuellen Perspektive. Mit Textbeiträgen von: Peter Aufgebauer, Winfried Brenne, Peter Cochola Schmal, Max Dudler, Peter Geimer, Angelika Günter, Gert Heidenreich, Claudia Kromrei, Vittorio Lampugnani, Annette Menting, Michael Müller, Jenny Schily und Thomas Kürstner, Wim Wenders, Hanns Zischler.