Architektur Ausstellungen Deutschland

AIT ArchitekturSalon München

Raumgewinn
Staab Architekten

9.11.2017–8.1.2018
© AIT

Museen bieten über ihre eigentliche Bestimmung hinaus die Möglichkeit, den öffentlichen Raum in Städten zu ergänzen und zu beleben.
An drei Beispielen sollen unterschiedliche Ausprägungen von Öffentlichkeit im musealen Kontext gezeigt werden. Die dafür notwendigen Räume waren in allen drei Fällen nicht Teil des geforderten Raumprogramms, sondern bildeten vielmehr die konzeptionelle Kernidee des Entwurfs. Heute sind diese Aspekte der Gebäude entscheidend für die Rezeption und die Aneignung der Museen und bilden das Bindeglied zur der Stadt.
Die Bandbreite der gezeigten Beispiele ist groß. Entstand im Albertinum in Dresden ein überdachter Groß-Raum, den man für unterschiedlichen Anlässe nutzen kann, so wurde in Nürnberg ein neuer Stadtplatz zur Bühne des Museums, während in Münster die Menschen den Weg durchs Museum nehmen, weil man so am schönsten zum Markt kommt. Immer sind diese öffentlichen Räume dem Museum zugeordnet. Sie sind gestalterisch klar definiert und werden von den Museen atmosphärisch aufgeladen. Gleichzeitig lässt ihre Konzeption Spielraum bei der Nutzung. Die Räume greifen Spezifika des Ortes auf, bieten Anknüpfungsmöglichkeiten auf verschiedenen Ebenen und stehen sowohl dem Museum als auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Diese Ambivalenz führt dazu, dass deren Bestimmung immer wieder neu ausgehandelt werden kann und sie zu einem lebendigen Bestandsteil des öffentlichen Raumes werden.